Mitgliederversammlung am 27. April 2017

Erstarkende Populisten, ein Europa in der Krise, ein sich Abwenden der Türkei von Rechtsstaat und Demokratie und ein politisch Amok laufender US-Präsident sind die globalen Randbedingungen für die Politik, die sich auch auf Deutschland auswirken. Liberale Politik ist gefragt, auch auf kommunaler Ebene.

 

 

Die Mitgliederversammlung findet am 27. April 2017 um 19.00 Uhr im Hotel Restaurant Otterbach in Bietigheim-Bissingen statt.

Neben anderen Themen stellen wir Neuigkeiten zum Verkehrskonzept in Bietigheim-Bissingen vor.

Unser Kandidat für den Bundestagswahlkampf wird sich und seine Aktivitäten vorstellen.

Interessierte sind herzlich eingeladen, uns zu besuchen, mit uns zu diskutieren oder auch zu streiten.

Radfahrer gefährden richtig gemacht: Neue Pläne für die Schwarzwaldstraße

Drama Schwarzwaldstraße, die X-te... Warum die neuen Pläne keinen Sinn machen, erläutert Götz Noller in unseren Kolumnen...

Kolumne: Wie elitär ist Bietigheim-Bissingen?

 

Dreizehn Jahre ist es her, dass Franz Müntefering, Bundesvorsitzender der SPD, eine geistige Elite einforderte, die Deutschland an die wissenschaftliche und technologische Weltspitze bringen sollte. Heute sammelt einer seiner Parteigenossen Sympathiepunkte mit der Botschaft, um Bundeskanzler zu werden bedürfe es keiner abgeschlossenen Schulbildung. Damit liegt er im Trend, denn am anderen Rand des politischen Spektrums hat in Bietigheim bei der Landtagswahl eine Partei 15 Prozent der Stimmen bekommen, die „denen da oben“ den Kampf angesagt hat. Müssten wir, wenn heute Gemeinderatswahl wäre, damit rechnen, dass es eine Abstimmung gegen das gäbe, was Marine Le Pen als das „elitäre System“ bezeichnet?

 

 

Wohl eher nicht. Elitär war im antiken Rom, was sich bei einer Auswahl durchsetzte. Insofern mag es auf Oberbürgermeister und Gemeinderat zutreffen. Elitäres Gehabe wäre aber wohl das Letzte, was man unserem Gemeinderat vorwerfen könnte. Hier haben die Wähler für Ausgewogenheit gesorgt und jüngste Beispiele belegen, dass man es sich als Mitglied dieses Gremiums genau überlegen sollte, ehe man sich vom wohltemperierten Miteinander verabschiedet und sich auf das schwankende politische Hochseil begibt. Und dass im vergangenen Jahr ein Bürgerentscheid gegen einen Gemeinderatsbeschluss Erfolg hatte, war wohl weniger eine Ablehnung elitären Denkens und Handelns als eher dessen Gegenteils.

 

 

Als elitär verdächtig macht sich, wer über Geld verfügt und Bietigheim ist reich. Versuchungen, ins abgehoben Elitäre abzudriften, endeten zeitgleich mit dem Traum vom Porschepolis an der Enz. Es ist aber keineswegs verwerflich, wenn eine reiche Stadt auf den Ebenen von Kultur und Sport dafür sorgt, dass Breite und Spitze mit- und voneinander leben. Und wenn in unserem Land da und dort zu vernehmen ist, einen an den Grundwerten orientierten Umgang mit Flüchtlingen leiste sich eine Elite auf Kosten der Benachteiligten, dann kann sich Bietigheim diesen elitären Schuh getrost anziehen, selbst dann, wenn Martin Schulz im Einklang mit seinen Antipoden von rechts verkündet, ihn interessiere „nicht das Denken der selbst ernannten Elite, sondern der hart arbeitenden Menschen.“

 

 

Meinetwegen, aber bitte nicht in Bietigheim.

 

 

Dr. Georg Mehrle

 

Unser neuer Internetauftritt ist da. Angepasst an das moderne CI der FDP, finden Sie hier zukünftig Neuigkeiten aus der liberalen Welt und der Arbeit des Ortsverbandes. Viel Spass damit...

 

Und wenn Sie auch immer noch glauben, dass die FDP die Partei der Besserverdiener sei, irren Sie sich. Wir sind die Partei der Besserschaffer.